AR24 – Milchbank

Burg Oebisfelde mit historischem Burggebäude und Burgturm

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AR24 Milchbank

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Diese Milchbank erinnert an einen früher ganz alltäglichen Ablauf: das Einsammeln der Milch.

Seit dem 19. Jahrhundert entstanden vielerorts Milchgenossenschaften. Statt die Milch ausschließlich auf den einzelnen Höfen zu verarbeiten, lieferte man sie zur gemeinsamen Molkerei. Dort wurden unter anderem Butter und Käse hergestellt.

Die Oebisfelder Molkerei befand sich in der Stendaler Straße. Damit nicht jeder Bauer seine Kannen selbst dorthin bringen musste, fuhr morgens ein Milchwagen durch Stadt und Dörfer.

Auf solchen Bänken standen die Kannen zur Abholung bereit. Die Milch musste möglichst schnell zur Verarbeitung gelangen. Auf dem Rückweg brachte der Wagen häufig entrahmte Milch mit, die als Tierfutter verwendet wurde.

Wir befinden uns am Haupttor des früheren Amtshofes. Hier lag der landwirtschaftliche Betrieb des zur Burg gehörenden Gutes. Hinter der Mauer standen Ställe, Scheunen und kleinere Wohnhäuser.

In der DDR wurden die Anlagen zunächst von einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, genutzt. Mit der Verlagerung der Tierhaltung in modernere Gebäude außerhalb der Stadt verloren sie ihre Funktion. Später entstanden hier Wohnblöcke.

Auch die Milchbänke verschwanden nach und nach aus dem Alltag. An dieser Stelle stand noch bis in die 1960er Jahre eine solche Bank.

Die heutige Nachbildung hat der Heimatverein aufgestellt. Sie erinnert an die tägliche Arbeit hinter einem Lebensmittel, das für viele Menschen selbstverständlich geworden ist.

Gleich in der Nähe liegt die nächste Station: das Burgcafé.

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