AR05 – Braunschweiger Tor

Burg Oebisfelde mit historischem Burggebäude und Burgturm

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AR05 Braunschweiger Tor

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Hier befand sich einst das Braunschweiger Tor. Sein Name verrät, wohin der Weg aus der Stadt führte.

Das Tor gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Es kontrollierte den Zugang und wurde nachts geschlossen. Stadtwächter überwachten, wer ein- und ausging.

Auch für die Bewohner der Burg war dieser Zugang wichtig. Ursprünglich gab es keine direkte Verbindung von der Burg in die Stadt. Wer dorthin wollte, musste zunächst die Burg verlassen und durch das Stadttor gehen. Die heutigen Verbindungen entstanden erst später.

Der frühere Ausgang der Burg lag etwa 50 Meter weiter links entlang des noch vorhandenen Burggrabens. Er ist heute zugemauert.

Vom Tor aus führten Wege nicht nur nach Braunschweig, sondern auch zum Gut Büstedt. Dort befanden sich eine Mühle und ein Markt. Zum Umfeld gehörte außerdem der Galgenberg als Gerichtsstätte.

Der Heimatverein hat an der Stadtmauer einen Torflügel angebracht. Er veranschaulicht, wie ein solcher Zugang ausgesehen haben könnte. Das frühere Tor war zweigeschossig; eine Darstellung von 1665 zeigt die damalige Befestigung.

Später wuchs Oebisfelde über seine alten Grenzen hinaus. Ab 1748 wurden entlang der Straße weitere Bauplätze zugelassen. Außerhalb der engen, ummauerten Stadt entwickelte sich die Neustadt.

In dieser Zeit kamen auch protestantische Glaubensflüchtlinge aus Österreich und dem Salzburger Land nach Oebisfelde. Innerhalb der Stadtmauer gab es für sie kaum Platz; deshalb gewann die Bebauung außerhalb der alten Grenzen an Bedeutung.

An manchen Fachwerkhäusern nennen Inschriften die Menschen, die sie errichten ließen. Solche Namen machen Stadtgeschichte besonders greifbar: Hinter jedem Haus stehen Familien und ihre Lebenswege.

An einigen Häusern finden sich bis heute dieselben Familiennamen auf den Briefkästen wie in den alten Inschriften. Nach örtlicher Überlieferung stehen diese Häuser weiterhin im Besitz der Familien ihrer Erbauer.

Folgen Sie nun der Stadtmauer zum Goldackerturm. Er erzählt davon, wie aus einem Wehrturm ein ungewöhnlicher Aufenthaltsort wurde.

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