AR14 – Sakristei

Burg Oebisfelde mit historischem Burggebäude und Burgturm

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AR14 Sakristei

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Die Sakristei gehört zu den Räumen einer Kirche, die Besucher oft nur von außen wahrnehmen. Hier bereiten sich Geistliche und ihre Helfer auf Gottesdienste vor. Auch Gewänder und Gegenstände für kirchliche Handlungen werden dort aufbewahrt.

An ihre heutige Stelle kam die Sakristei bei einer umfangreichen Umgestaltung der Katharinenkirche. Die Arbeiten begannen 1901 unter dem Architekten Fritz Jakob aus Hannover. 1902 wurde die erneuerte Kirche eingeweiht.

Hinter der Sakristei liegt der Chor. Eine Inschrift nennt für seine Fertigstellung das Jahr 1381. So treffen hier unterschiedliche Bauzeiten aufeinander.

Im Mittelalter besaß die Kirche bis zu 7 Altäre. Gestiftet wurden sie von wohlhabenden Einwohnern und von Gemeinden, die kirchlich zu Oebisfelde gehörten. Schenkungen halfen, die Altäre, ihre Ausstattung und die daran tätigen Geistlichen zu unterhalten.

Erhalten blieb der spätgotische Marienaltar. Er erinnert an die frühere Ausstattung des Kirchenraums.

Ein Kirchenfenster zeigt das Wappen der Großherzöge von Hessen. Es verweist auf das damalige Kirchenpatronat. Mit diesem waren Rechte und Pflichten verbunden, etwa für den Unterhalt der Kirche und die Besetzung geistlicher Stellen. In Oebisfelde lag das Patronat traditionell bei den Burgherren gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt.

Die Kirche erzählt also nicht nur von Glauben und Kunst. In ihrer Baugeschichte spiegeln sich auch die Beziehungen zwischen Gemeinde, Stadt und Burgherrschaft.

Unser nächster Halt ist der benachbarte Schildplatz.

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