AR12 – Ehemalige Schule

Burg Oebisfelde mit historischem Burggebäude und Burgturm

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AR12 Ehemalige Schule

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Vor Ihnen steht die ehemalige Schule. Der westliche Gebäudeteil entstand 1810, der östliche wurde 1830 fertiggestellt. Sie ersetzten eine ältere Schule von 1556, die zu klein geworden und stark reparaturbedürftig war.

Für den Neubau wurde Geld bei den Einwohnern gesammelt. Gelernt wurde im Erdgeschoss; darüber befanden sich Lehrerwohnungen. Im 19. Jahrhundert arbeiteten hier zeitweise bis zu 6 Lehrer.

Die Geschichte der Schule ist eng mit der Kirche verbunden. Lehrer übernahmen neben dem Unterricht häufig kirchliche Aufgaben, etwa als Organist, Chorleiter oder Küster. In Oebisfelde bestand diese Verbindung noch bis 1914.

Nach der Reformation entwickelte sich das örtliche Schulwesen weiter. Bei einer Kirchenvisitation in den Jahren 1562 bis 1564 wurden 2 Schulgesellen genannt; bald kam ein dritter hinzu.

Der Zugang zur Bildung war jedoch nicht für alle gleich. Besonders für Mädchen mussten eigene Möglichkeiten geschaffen werden. Eine Burgherrin aus der Familie von Bülow, geborene von Alvensleben, setzte sich dafür ein und finanzierte bereits 1564 eine Mädchenschule.

Mit der Eröffnung des Ostflügels im Jahr 1830 wurde eine Mädchenklasse eingerichtet. Weil die Räume nicht ausreichten, fand Unterricht auch in der Wohnung des Küsters statt. Lesen, Schreiben, Gesang und Religion gehörten zu den Fächern.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen weitere Anforderungen hinzu, darunter der Turnunterricht. Auch berufliche und weiterführende Bildungsangebote wurden erprobt. Nicht jede Gründung hatte dauerhaft Bestand.

1844 entstand auf Initiative eines Lehrers eine gewerbliche Fortbildungsschule. 1879 wurde eine private Mittelschule eröffnet. Später folgten weitere Anläufe, das Bildungsangebot der Stadt auszubauen.

Eine neue städtische Schule wurde 1901 in der heutigen Schulstraße eingeweiht. Das Gebäude hier erinnert damit an einen wichtigen Abschnitt der örtlichen Bildungsgeschichte: an Unterrichtsräume, Lehrerwohnungen und das Bemühen, immer mehr Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen.

Unser Weg führt weiter zum ehemaligen Töpfertor am nördlichen Rand der Altstadt.

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